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	<title>Kommentare zu: Lasterhafte Lyrik löschen lassen!</title>
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	<description>Gedichte und Poesie von Frederik Kreijmborg und dir!</description>
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		<title>Von: Arne Arotnow</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-193</link>
		<dc:creator>Arne Arotnow</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 22:07:21 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich lasse ich die Meinung anderer in mein Denken einfließen; jeder tut dies mehr oder weniger unbewusst. Wenn ich einen Text lese, versuche ich in erster Linie ihn zu interpretieren und nicht zu kritisieren. Man muss das, was jemand schreibt, zunächst einmal respektieren. Ich sage jemandem nicht, was er schreiben soll. Was jemand schreibt, ist ganz alleine seine Sache. Ich möchte niemanden verbiegen oder verbessern. Wenn jemand was schreibt, ist es zunächst eine Tatsache. Ich kann nicht hingehen, jemanden dazu bewegen, es anders zu schreiben. Allenfalls kann ich jemanden dazu bewegen, die Sache zu überdenken. Wenn jemand also meint, er müsste einen von ihm geschriebenen Text hundertmal abändern, kann er das gerne tun. Aber irgendwo ist auch eine Grenze. Jedenfalls würde ich nicht hingehen und jemanden dazu auffordern, einen von ihm geschriebenen Text auf meine Bedürfnisse hin zu verändern. Wer immer genau das tut, was Kritiker wollen, wird sich selbst nicht finden und am Ende gar nichts mehr schreiben. Ein Schreiber muss es nicht allen recht machen. Es gibt Millionen von Absichten, die ein Schreiber verfolgen kann. Manchmal findet der Interpretierer es heraus und manchmal nicht. Ob der Interpretierer richtig interpretiert hat, kann ihm auch nur der Schreiber sagen. Im Übrigen habe ich Probleme mit dem Adjektiv »richtig«. Richtig ist 3 + 4 = 7. ––– Dass ich Kritik nicht ernst nehme, kann niemand behaupten. Ich habe in der Vergangenheit bei meinen Plansprachenkonstruktionen auf Kritik reagiert und aus einer Plansprachenversion durch gründliche Überarbeitung eine neue gemacht. Es gibt Dinge, die einer Mehrheit gefallen müssen, sonst kann man keinen Erfolg damit haben. Beim Schreiben von Texten sieht es für mich aber etwas anders aus. Häufig enthalten Texte Meinungen, Lebenseinstellungen und Erfahrungen. Ich kann jedoch diese Dinge nicht einfach über den Haufen werfen. Häufig ist es auch so, dass unterschiedliche Kritiker unterschiedliche Meinungen haben. Wenn man das alles berücksichtigen würde, würde man wahrscheinlich bekloppt in der Birne (falls man das nicht schon ist). Ich will nicht jedem gefallen. Wer ständig die Zustimmung der Mehrheit sucht, läuft Gefahr, Verrat an sich selbst zu üben. In einer gewissen Weise sollte man sich schon treu bleiben. ––– Ich verstehe es, wenn Menschen etwas Gutes tun wollen. Das ist ganz natürlich, jeder möchte hier und da Anerkennung erfahren. Aber man sollte authentisch bleiben und sich nicht mal eben so verbiegen lassen, weil irgendjemand das will. Wenn jemandem ein von ihm geschriebener Text selbst gefällt und gegen keine Gesetze verstößt, dann ist das schon in Ordnung. Man kann dann zwar stundenlang drüber diskutieren, Rechtschreib- und Grammatikfehler beseitigen und den Text dem Wunsche der Mehrheit anpassen. Wenn das getan wird, bleibt aber das Individuum auf der Strecke. Und das ist häufig das, worum es eigentlich in Texten geht. Wer den Erfolg um jeden Preis sucht, kann sich gerne überlegen, was andere Leute und Kritiker lesen wollen. Er wird dann auch Dinge schreiben müssen, die ihm gegen den Strich gehen. Am Ende wird er sich fragen, wer er eigentlich ist und was er dafür geopfert hat. Wie gesagt: Kritik kann man ernst nehmen und positiv nutzen, aber man sollte sich ihr nicht anbiedern. Überhaupt sollte man sich nicht ZU viele Gedanken machen und sich in sinnlose Diskussionen verstricken lassen. Man sollte schon das tun, wonach einem ist und woran man selber Spaß hat. ––– Vor drei Jahren bin ich in Recklinghausen spazieren gegangen. Ich kam an einer Bushaltestelle vorbei, wo zwei Männer sich unterhielten. Worum es dabei ging, weiß ich nicht. Ich habe nur gehört, wie der eine zum anderen Folgendes sagte: »Kritiker haben keine Ahnung.« ––– Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, was ich bei dem Gedicht »Jahreszeiten« gedacht habe, denn ich habe es im Mai 2007 geschrieben. Es hat ca. fünf oder sechs Stunden gedauert. Intention ist hier die Alliteration. Als ich begonnen hatte, musste ich das auch weitermachen. Ich fand das halt lustig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich lasse ich die Meinung anderer in mein Denken einfließen; jeder tut dies mehr oder weniger unbewusst. Wenn ich einen Text lese, versuche ich in erster Linie ihn zu interpretieren und nicht zu kritisieren. Man muss das, was jemand schreibt, zunächst einmal respektieren. Ich sage jemandem nicht, was er schreiben soll. Was jemand schreibt, ist ganz alleine seine Sache. Ich möchte niemanden verbiegen oder verbessern. Wenn jemand was schreibt, ist es zunächst eine Tatsache. Ich kann nicht hingehen, jemanden dazu bewegen, es anders zu schreiben. Allenfalls kann ich jemanden dazu bewegen, die Sache zu überdenken. Wenn jemand also meint, er müsste einen von ihm geschriebenen Text hundertmal abändern, kann er das gerne tun. Aber irgendwo ist auch eine Grenze. Jedenfalls würde ich nicht hingehen und jemanden dazu auffordern, einen von ihm geschriebenen Text auf meine Bedürfnisse hin zu verändern. Wer immer genau das tut, was Kritiker wollen, wird sich selbst nicht finden und am Ende gar nichts mehr schreiben. Ein Schreiber muss es nicht allen recht machen. Es gibt Millionen von Absichten, die ein Schreiber verfolgen kann. Manchmal findet der Interpretierer es heraus und manchmal nicht. Ob der Interpretierer richtig interpretiert hat, kann ihm auch nur der Schreiber sagen. Im Übrigen habe ich Probleme mit dem Adjektiv »richtig«. Richtig ist 3 + 4 = 7. ––– Dass ich Kritik nicht ernst nehme, kann niemand behaupten. Ich habe in der Vergangenheit bei meinen Plansprachenkonstruktionen auf Kritik reagiert und aus einer Plansprachenversion durch gründliche Überarbeitung eine neue gemacht. Es gibt Dinge, die einer Mehrheit gefallen müssen, sonst kann man keinen Erfolg damit haben. Beim Schreiben von Texten sieht es für mich aber etwas anders aus. Häufig enthalten Texte Meinungen, Lebenseinstellungen und Erfahrungen. Ich kann jedoch diese Dinge nicht einfach über den Haufen werfen. Häufig ist es auch so, dass unterschiedliche Kritiker unterschiedliche Meinungen haben. Wenn man das alles berücksichtigen würde, würde man wahrscheinlich bekloppt in der Birne (falls man das nicht schon ist). Ich will nicht jedem gefallen. Wer ständig die Zustimmung der Mehrheit sucht, läuft Gefahr, Verrat an sich selbst zu üben. In einer gewissen Weise sollte man sich schon treu bleiben. ––– Ich verstehe es, wenn Menschen etwas Gutes tun wollen. Das ist ganz natürlich, jeder möchte hier und da Anerkennung erfahren. Aber man sollte authentisch bleiben und sich nicht mal eben so verbiegen lassen, weil irgendjemand das will. Wenn jemandem ein von ihm geschriebener Text selbst gefällt und gegen keine Gesetze verstößt, dann ist das schon in Ordnung. Man kann dann zwar stundenlang drüber diskutieren, Rechtschreib- und Grammatikfehler beseitigen und den Text dem Wunsche der Mehrheit anpassen. Wenn das getan wird, bleibt aber das Individuum auf der Strecke. Und das ist häufig das, worum es eigentlich in Texten geht. Wer den Erfolg um jeden Preis sucht, kann sich gerne überlegen, was andere Leute und Kritiker lesen wollen. Er wird dann auch Dinge schreiben müssen, die ihm gegen den Strich gehen. Am Ende wird er sich fragen, wer er eigentlich ist und was er dafür geopfert hat. Wie gesagt: Kritik kann man ernst nehmen und positiv nutzen, aber man sollte sich ihr nicht anbiedern. Überhaupt sollte man sich nicht ZU viele Gedanken machen und sich in sinnlose Diskussionen verstricken lassen. Man sollte schon das tun, wonach einem ist und woran man selber Spaß hat. ––– Vor drei Jahren bin ich in Recklinghausen spazieren gegangen. Ich kam an einer Bushaltestelle vorbei, wo zwei Männer sich unterhielten. Worum es dabei ging, weiß ich nicht. Ich habe nur gehört, wie der eine zum anderen Folgendes sagte: »Kritiker haben keine Ahnung.« ––– Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, was ich bei dem Gedicht »Jahreszeiten« gedacht habe, denn ich habe es im Mai 2007 geschrieben. Es hat ca. fünf oder sechs Stunden gedauert. Intention ist hier die Alliteration. Als ich begonnen hatte, musste ich das auch weitermachen. Ich fand das halt lustig.</p>
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		<title>Von: denis</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-187</link>
		<dc:creator>denis</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 21:18:29 +0000</pubDate>
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		<description>@arne aratnov... hallo arne-ich verstehe dich voll und ganz...deine sicht der dinge. es ist wohl von jedem selbst abhängig wie er mit etwas umgeht, nicht umgeht oder es halt verweigert damit umzugehen-oder es begrüßt. wie ich in anderen kommentaren schon geschrieben habe-meiner meinung nach lohnt es sich immer zuzuhören...die meinung anderer in das eigene denken einfließen zu lassen...nicht-sich beeinflussen zu lassen!...kritik-ernsthafte kritik, kann in der lyrik oder auch in anderen bereichen das eigene verengte sichtfeld auf eine sache erweitern...was nützt es zum beispiel wenn ich menschen mit dem was ich schreibe etwas vermitteln will-ich eine wunderschöne aussage oder wahrheit (die ich für mich und im günstigsten fall andere gefunden habe) in einen lyrischen text verpacke-und ihn keiner versteht...es wäre schade wenn keiner sagen würde &quot;dass verstehe ich nicht!&quot;... es wäre auch schade wenn keiner sagen würde du hast dass und dass falsch gemacht-deshalb versteht dich evtl. keiner.
ich bringe ein beispiel welches jeder hier nachverfolgen kann. demmrink (der pfeffer in unserer suppe;)) hat den text zu meinem liebeslied kritisiert...ich habe bewusst die satzzeichen ausgelassen weil ich immer der meinung war so zu schreiben, das genug raum für interpretationen bleibt...ich musste feststellen dass er einen satz den ich als frage gemeint habe-und da ich ihn ja für mich so verstanden habe, hab ich ihn auch immer so gelesen...völlig anders interpretiert hat...das ist eine kleinigkeit denkt man...aber für mich war dass wirklich ernüchternd-weil ich natürlich möchte dass man den satz so liest wie ich ihn meine...diese kritik hat also wirklich etwas in mir bewegt...ich bin am überlegen ob ich es hernehme und überarbeite...neu forme und etwas richtiges daraus mache...verstehst du?...es ist immer eine frage welche sicht der dinge man hat. ich finde kritik kann wirklich produktiv sein-ich möchte aber betonen, das ich nach dem durchlesen deines kommentars überzeugt davon bin das deine sicht der dinge FÜR DICH richtig ist. ich finde das beispiel aus dem film sehr gut...auch was du über dein gedicht jahreszeiten gesagt hast...ich finde es übrigens banal aber gut...und ich hatte sofort als ich es gelesen hatte eine melodie im ohr;) ...leider ist es sehr schwer diese wunderbare melodie mit worten zu fassen!... aber vielleicht hast du beim schreiben daran gedacht!?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@arne aratnov&#8230; hallo arne-ich verstehe dich voll und ganz&#8230;deine sicht der dinge. es ist wohl von jedem selbst abhängig wie er mit etwas umgeht, nicht umgeht oder es halt verweigert damit umzugehen-oder es begrüßt. wie ich in anderen kommentaren schon geschrieben habe-meiner meinung nach lohnt es sich immer zuzuhören&#8230;die meinung anderer in das eigene denken einfließen zu lassen&#8230;nicht-sich beeinflussen zu lassen!&#8230;kritik-ernsthafte kritik, kann in der lyrik oder auch in anderen bereichen das eigene verengte sichtfeld auf eine sache erweitern&#8230;was nützt es zum beispiel wenn ich menschen mit dem was ich schreibe etwas vermitteln will-ich eine wunderschöne aussage oder wahrheit (die ich für mich und im günstigsten fall andere gefunden habe) in einen lyrischen text verpacke-und ihn keiner versteht&#8230;es wäre schade wenn keiner sagen würde &#8220;dass verstehe ich nicht!&#8221;&#8230; es wäre auch schade wenn keiner sagen würde du hast dass und dass falsch gemacht-deshalb versteht dich evtl. keiner.<br />
ich bringe ein beispiel welches jeder hier nachverfolgen kann. demmrink (der pfeffer in unserer suppe;)) hat den text zu meinem liebeslied kritisiert&#8230;ich habe bewusst die satzzeichen ausgelassen weil ich immer der meinung war so zu schreiben, das genug raum für interpretationen bleibt&#8230;ich musste feststellen dass er einen satz den ich als frage gemeint habe-und da ich ihn ja für mich so verstanden habe, hab ich ihn auch immer so gelesen&#8230;völlig anders interpretiert hat&#8230;das ist eine kleinigkeit denkt man&#8230;aber für mich war dass wirklich ernüchternd-weil ich natürlich möchte dass man den satz so liest wie ich ihn meine&#8230;diese kritik hat also wirklich etwas in mir bewegt&#8230;ich bin am überlegen ob ich es hernehme und überarbeite&#8230;neu forme und etwas richtiges daraus mache&#8230;verstehst du?&#8230;es ist immer eine frage welche sicht der dinge man hat. ich finde kritik kann wirklich produktiv sein-ich möchte aber betonen, das ich nach dem durchlesen deines kommentars überzeugt davon bin das deine sicht der dinge FÜR DICH richtig ist. ich finde das beispiel aus dem film sehr gut&#8230;auch was du über dein gedicht jahreszeiten gesagt hast&#8230;ich finde es übrigens banal aber gut&#8230;und ich hatte sofort als ich es gelesen hatte eine melodie im ohr;) &#8230;leider ist es sehr schwer diese wunderbare melodie mit worten zu fassen!&#8230; aber vielleicht hast du beim schreiben daran gedacht!?</p>
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		<title>Von: Arne Arotnow</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-185</link>
		<dc:creator>Arne Arotnow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 20:05:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin auch schon in anderen Lyrik-Internet-Foren gewesen und musste immer wieder sehen, dass dort manche Leute fertiggemacht werden. Ich glaube, es gibt wohl kaum etwas im Internet, wo so viel Blödsinn geredet wird wie über Gedichte. Diskussionen über Texte jeglicher Art halte ich persönlich ohnehin für überflüssig. Das ist nur meine persönliche Einstellung dazu, denn ich weiß ja, wie diskussionsfreudig viele Leute sind. Ich selbst beteilige mich nicht gerne an Diskussionen, denn meistens kommt ja nicht viel dabei heraus. Es wird meiner Meinung zu viel diskutiert und zu wenig gemacht. Ich habe manchmal den Eindruck, dass man sich in unseren Breitengraden noch zu Tode diskutiert. Beckmann, Kerner, Will, Illner – jeden Tag Diskussionen. Vielleicht entstehen Diskussionen durch Ratlosigkeit. ––– Aber ich möchte zurückkommen zum Thema »Gedichte oder gedichtähnliche Texte«. In dem Film »Der Club der toten Dichter« lässt der Literaturlehrer von seinen Schülern eine Seite aus einem Lehrbuch herausreißen. Auf dieser Seite steht, wie man mithilfe eines graphischen Verfahren die Güte eines Gedichtes ermitteln kann. Als ob man die Güte eines Textes ermitteln könnte. Solange es sich bei einem Text um ethisches Schrifttum handelt, könnte ich keine Güte zuordnen. Zwar kann es sein, dass ich mit einem Text der Person A mehr anfangen kann als mit einem der Person B, aber ich würde nicht sagen, dass der Text von A besser ist als der von B. Ich bin ohnehin kein Kritiker, denn ich habe noch nie im Internet ein Gedicht von jemand anders kritisiert. Zudem kann es sogar sein, dass ich einen Text gar nicht verstehe. Wenn ich etwas nicht verstehe, kann ich nur sagen, dass ich es nicht verstehe; keinesfalls könnte ich dann eine Kritik abgeben. Ich kenne keine »guten« oder »schlechten« Texte, sofern etwas nicht verboten oder unmoralisch ist. Jeder Text hat seine Berechtigung und Entwicklungsgeschichte. Es kann tausend Gründe geben, warum jemand etwas schreibt. Im Deutschunterricht versucht man, Texte zu interpretieren. Vielleicht sollte man mehr interpretieren und weniger kritisieren. So hat man es in der Schule gelernt. Ich kann mich nicht daran erinnern, gelernt zu haben, wie man Schmähschriften verfasst. Ich persönlich mag weder positive noch negative Kritik. Was auch ganz schlimm ist, sind Bewertungen in Form von Zahlen. So etwas gibt es im Internet zuhauf. Zum Beispiel 10 Punkte sind hervorragend und 1 Punkt ist extrem schlecht. Solche Bewertungen sagen für mich so gut wie nichts aus. Solche Bewertungen sagen allenfalls aus, dass n Personen jeweils eine Bewertung abgegeben haben und nachher die Summe der einzelnen Bewertungen durch die Anzahl n der Bewerter geteilt wird. Mehr sagt das nicht aus. Sollte also die Person A einen besseren Punktedurchschnitt erreichen als die Person B, heißt das nur, dass die Mehrheit mehr Gefallen an dem von A Produzierten hat. Wenn ich in der Fernsehzeitung mir die Punktevergabe zu Filmen ansehe, stelle ich manchmal fest, dass ich selbst anders gewertet hätte. Jeder sollte sich selber eine Meinung bilden. Aber wie gesagt: Ich selbst gebe keine Bewertungen in der Öffentlichkeit ab. Schon gar nicht würde ich andere Schreiber kritisieren, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Michael Ballack würde in der Öffentlichkeit auch nicht Thorsten Frings kritisieren. ––– Mir geht es nicht immer nur um mich selbst. Den latenten Vorwurf der Selbstdarstellerei muss ich von mir weisen. Es gibt nicht immer einen konkreten, vollkommen nachvollziehbaren Grund, etwas zu schreiben. Gründe für Taten und Texte können so tief verborgen liegen, dass man sie selber gar nicht ausfindig machen kann. Daher habe ich das an sich nahezu sinnlose »Gedicht« »Jahreszeiten« in den Entwurfsordner gestellt. Es handelt sich um eine Schnapsidee. Es wurde sowohl positiv als auch negativ kritisiert. Dass das nichts Ernsthaftes ist, weiß ich natürlich selber. Es muss ja nicht alles ernsthaft sein. ––– Wie gesagt: Ich mache mir nicht viel aus Kritik. Weder aus Kritik gegenüber anderen oder aus Kritik mir selber gegenüber. Solange Kritik kein Beleidigungsvokabular, keine schulmeisterlichen Belehrungen und keine unterschwelligen Anfeindungen enthält, ist mir das egal. ––– Ich lehne eine Lyrik-Polizei ab. Auch vertrete ich die Auffassung, dass man alles lyrisch verpacken kann. Man kann auch eine Bedienungsanleitung lyrisch verpacken. Ich verstehe mich nicht als Künstler. Ich setze mich nicht hin und sage mir: »Ich mache jetzt Kunst.« So vermessen bin ich nicht. Jeder Schreiber muss seinen eigenen Weg finden und sollte sich nicht zu viel von anderen beeinflussen lassen. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, sollte er es auch schreiben, ohne sich hinterher entschuldigen zu müssen. Für mich ist es nicht sinnvoll, mich mit anderen zu vergleichen und ihnen nachzueifern. Ich unternehme keinerlei Versuche, irgendjemandem das Wasser zu reichen. Ich lehne eine Konkurrenzgesellschaft, in der es darum geht, die Ellenbogen auszufahren, um andere zu übertreffen, ab. Auch bin ich nicht auf Erfolg um jeden Preis aus. Selbst wenn ich wüsste, was andere lesen wollen, würde ich es nur dann schreiben, wenn ich auch selber davon überzeugt bin. Ich mache keine Versuche, irgendjemanden von irgendetwas zu überzeugen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auch schon in anderen Lyrik-Internet-Foren gewesen und musste immer wieder sehen, dass dort manche Leute fertiggemacht werden. Ich glaube, es gibt wohl kaum etwas im Internet, wo so viel Blödsinn geredet wird wie über Gedichte. Diskussionen über Texte jeglicher Art halte ich persönlich ohnehin für überflüssig. Das ist nur meine persönliche Einstellung dazu, denn ich weiß ja, wie diskussionsfreudig viele Leute sind. Ich selbst beteilige mich nicht gerne an Diskussionen, denn meistens kommt ja nicht viel dabei heraus. Es wird meiner Meinung zu viel diskutiert und zu wenig gemacht. Ich habe manchmal den Eindruck, dass man sich in unseren Breitengraden noch zu Tode diskutiert. Beckmann, Kerner, Will, Illner – jeden Tag Diskussionen. Vielleicht entstehen Diskussionen durch Ratlosigkeit. ––– Aber ich möchte zurückkommen zum Thema »Gedichte oder gedichtähnliche Texte«. In dem Film »Der Club der toten Dichter« lässt der Literaturlehrer von seinen Schülern eine Seite aus einem Lehrbuch herausreißen. Auf dieser Seite steht, wie man mithilfe eines graphischen Verfahren die Güte eines Gedichtes ermitteln kann. Als ob man die Güte eines Textes ermitteln könnte. Solange es sich bei einem Text um ethisches Schrifttum handelt, könnte ich keine Güte zuordnen. Zwar kann es sein, dass ich mit einem Text der Person A mehr anfangen kann als mit einem der Person B, aber ich würde nicht sagen, dass der Text von A besser ist als der von B. Ich bin ohnehin kein Kritiker, denn ich habe noch nie im Internet ein Gedicht von jemand anders kritisiert. Zudem kann es sogar sein, dass ich einen Text gar nicht verstehe. Wenn ich etwas nicht verstehe, kann ich nur sagen, dass ich es nicht verstehe; keinesfalls könnte ich dann eine Kritik abgeben. Ich kenne keine »guten« oder »schlechten« Texte, sofern etwas nicht verboten oder unmoralisch ist. Jeder Text hat seine Berechtigung und Entwicklungsgeschichte. Es kann tausend Gründe geben, warum jemand etwas schreibt. Im Deutschunterricht versucht man, Texte zu interpretieren. Vielleicht sollte man mehr interpretieren und weniger kritisieren. So hat man es in der Schule gelernt. Ich kann mich nicht daran erinnern, gelernt zu haben, wie man Schmähschriften verfasst. Ich persönlich mag weder positive noch negative Kritik. Was auch ganz schlimm ist, sind Bewertungen in Form von Zahlen. So etwas gibt es im Internet zuhauf. Zum Beispiel 10 Punkte sind hervorragend und 1 Punkt ist extrem schlecht. Solche Bewertungen sagen für mich so gut wie nichts aus. Solche Bewertungen sagen allenfalls aus, dass n Personen jeweils eine Bewertung abgegeben haben und nachher die Summe der einzelnen Bewertungen durch die Anzahl n der Bewerter geteilt wird. Mehr sagt das nicht aus. Sollte also die Person A einen besseren Punktedurchschnitt erreichen als die Person B, heißt das nur, dass die Mehrheit mehr Gefallen an dem von A Produzierten hat. Wenn ich in der Fernsehzeitung mir die Punktevergabe zu Filmen ansehe, stelle ich manchmal fest, dass ich selbst anders gewertet hätte. Jeder sollte sich selber eine Meinung bilden. Aber wie gesagt: Ich selbst gebe keine Bewertungen in der Öffentlichkeit ab. Schon gar nicht würde ich andere Schreiber kritisieren, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Michael Ballack würde in der Öffentlichkeit auch nicht Thorsten Frings kritisieren. ––– Mir geht es nicht immer nur um mich selbst. Den latenten Vorwurf der Selbstdarstellerei muss ich von mir weisen. Es gibt nicht immer einen konkreten, vollkommen nachvollziehbaren Grund, etwas zu schreiben. Gründe für Taten und Texte können so tief verborgen liegen, dass man sie selber gar nicht ausfindig machen kann. Daher habe ich das an sich nahezu sinnlose »Gedicht« »Jahreszeiten« in den Entwurfsordner gestellt. Es handelt sich um eine Schnapsidee. Es wurde sowohl positiv als auch negativ kritisiert. Dass das nichts Ernsthaftes ist, weiß ich natürlich selber. Es muss ja nicht alles ernsthaft sein. ––– Wie gesagt: Ich mache mir nicht viel aus Kritik. Weder aus Kritik gegenüber anderen oder aus Kritik mir selber gegenüber. Solange Kritik kein Beleidigungsvokabular, keine schulmeisterlichen Belehrungen und keine unterschwelligen Anfeindungen enthält, ist mir das egal. ––– Ich lehne eine Lyrik-Polizei ab. Auch vertrete ich die Auffassung, dass man alles lyrisch verpacken kann. Man kann auch eine Bedienungsanleitung lyrisch verpacken. Ich verstehe mich nicht als Künstler. Ich setze mich nicht hin und sage mir: »Ich mache jetzt Kunst.« So vermessen bin ich nicht. Jeder Schreiber muss seinen eigenen Weg finden und sollte sich nicht zu viel von anderen beeinflussen lassen. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, sollte er es auch schreiben, ohne sich hinterher entschuldigen zu müssen. Für mich ist es nicht sinnvoll, mich mit anderen zu vergleichen und ihnen nachzueifern. Ich unternehme keinerlei Versuche, irgendjemandem das Wasser zu reichen. Ich lehne eine Konkurrenzgesellschaft, in der es darum geht, die Ellenbogen auszufahren, um andere zu übertreffen, ab. Auch bin ich nicht auf Erfolg um jeden Preis aus. Selbst wenn ich wüsste, was andere lesen wollen, würde ich es nur dann schreiben, wenn ich auch selber davon überzeugt bin. Ich mache keine Versuche, irgendjemanden von irgendetwas zu überzeugen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Frederik</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-180</link>
		<dc:creator>Frederik</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 17:08:55 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber YinYangPeter: Wie wäre es, wenn du dich als offizieller Autor zu uns gesellst? Dein Tagebuch gefällt mir  eigentlich ganz gut. Außerdem werden dann nicht themenfremde Seiten mit Lyrik zugemüllt. Und umgekehrt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber YinYangPeter: Wie wäre es, wenn du dich als offizieller Autor zu uns gesellst? Dein Tagebuch gefällt mir  eigentlich ganz gut. Außerdem werden dann nicht themenfremde Seiten mit Lyrik zugemüllt. Und umgekehrt&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: YinYangPeter</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-179</link>
		<dc:creator>YinYangPeter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 17:06:44 +0000</pubDate>
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		<description>Korrigierte Fassung :

Mein Tagebuch

Heute bin sehr traurig ich,
etwas hat bedrücket mich.
Jemand böse mich verglich,
daß verstört zurück ich wich.

Doch habe ja ich Dich noch,
mein liebes treues Tagebuch.
Über so manch gerissen  Loch,
decktest Du ein wohlig Tuch.

Ist Balsam wenn ich anvertrau,
Dir meine Freude und Sorgen.
Wenn ich mit der Tinte blau,
schreibe für´s Lesen morgen.

Dann lächle ich und sage mir,
waren dies damals Probleme.
Heute ist´s mir mehr  Pläsier,
so auch anderer Leute Häme.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Korrigierte Fassung :</p>
<p>Mein Tagebuch</p>
<p>Heute bin sehr traurig ich,<br />
etwas hat bedrücket mich.<br />
Jemand böse mich verglich,<br />
daß verstört zurück ich wich.</p>
<p>Doch habe ja ich Dich noch,<br />
mein liebes treues Tagebuch.<br />
Über so manch gerissen  Loch,<br />
decktest Du ein wohlig Tuch.</p>
<p>Ist Balsam wenn ich anvertrau,<br />
Dir meine Freude und Sorgen.<br />
Wenn ich mit der Tinte blau,<br />
schreibe für´s Lesen morgen.</p>
<p>Dann lächle ich und sage mir,<br />
waren dies damals Probleme.<br />
Heute ist´s mir mehr  Pläsier,<br />
so auch anderer Leute Häme.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: YinYangPeter</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-177</link>
		<dc:creator>YinYangPeter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 16:13:02 +0000</pubDate>
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		<description>Meiner Meinung nach ist ein Gedicht ohne persönliche Gedanken- und Empfindungswiedergabe des Verfassers etwas seelenloses, eine Art künstlerisch fromulierter Wissenschaftstext.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meiner Meinung nach ist ein Gedicht ohne persönliche Gedanken- und Empfindungswiedergabe des Verfassers etwas seelenloses, eine Art künstlerisch fromulierter Wissenschaftstext.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dollesbloemchen</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-175</link>
		<dc:creator>Dollesbloemchen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 14:21:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lyrikjob.com/?p=573#comment-175</guid>
		<description>meine güte.... da habe ich mit meinem beispiel baum, mal echt ne lawine losgetreten!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>meine güte&#8230;. da habe ich mit meinem beispiel baum, mal echt ne lawine losgetreten!!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Post Toxic</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-174</link>
		<dc:creator>Post Toxic</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 14:12:48 +0000</pubDate>
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		<description>Wie schreibt man eigentlich &quot;Baum&quot;?
Anyway, we should calm down.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schreibt man eigentlich &#8220;Baum&#8221;?<br />
Anyway, we should calm down.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: denis</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-167</link>
		<dc:creator>denis</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 11:17:21 +0000</pubDate>
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		<description>vielen danke!-ist wirklich interessant...ich hätte diese art von nationalismus in die zeit nach dem 1. weltkrieg eingeordnet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>vielen danke!-ist wirklich interessant&#8230;ich hätte diese art von nationalismus in die zeit nach dem 1. weltkrieg eingeordnet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Von: YinYangPeter</title>
		<link>http://www.lyrikjob.com/2009/02/lasterhafte-lyrik-loeschen-lassen/comment-page-1/#comment-166</link>
		<dc:creator>YinYangPeter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 09:21:24 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist von 1811, zwei jahre später ist er als Angehöriger des Lützowschen Freikorps gefallen. 1925 wurde es von Hans Joachim Moser vertont. Übrigens, Körner war  Nationalist, darum meldete er sich auch freiwillig zum Freikorps, um gegen Napoleons Truppen zu kämpfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist von 1811, zwei jahre später ist er als Angehöriger des Lützowschen Freikorps gefallen. 1925 wurde es von Hans Joachim Moser vertont. Übrigens, Körner war  Nationalist, darum meldete er sich auch freiwillig zum Freikorps, um gegen Napoleons Truppen zu kämpfen.</p>
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