Selbstjustiz

Ein Lechzen nach Schmerz
Hat mich im Wahn befallen,
Ich grub die Klinge in mein Fleisch
Und wünscht´, es wären deine Krallen.

Deine spitzen Zähne reißen warm
Die tiefe rote Wunde blutig,
Ein Lächeln lässt die Lippen kräuseln,
Denn dieser Schnitt war mutig.

Doch bin ich arg enttäuscht,
Denn dieser Schmerz ist fad,
Ein flacher Teich der Pein
Und nicht ein tödlich Bad

Im Meer der Krämpfe, die salzig
Meine Risse offen lassen,
Ich wollte in ihm tauchen
Und ertrinken in den schwarzen Massen.

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Denis Wassmann 19. Mai 2009 um 11:39

ziemlich masochistisch… der unerfüllte wunsch nach bestrafung? oder ist es einfach nur gier? ich verstehe es noch nicht ganz, obwohl es mir sehr gefällt… wie sollte man es interpretieren…

Frederik 19. Mai 2009 um 14:12

Und wünscht´, es wären deine Krallen…

Es geht wieder einmal um die Liebe! Eine verkommene und tote Liebe. Vielleicht auch um das lyrische Ich, das sich nach Aufmerksamkeit sehnt und sich somit selbst verletzt, sich richtet, weil es Fehler gemacht hat, sich nach dem Tod sehnt, weil es nicht weiß, was Liebe bedeutet.

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